Europaschule: neue Perspektiven und Zusammenarbeit

Von Anna Averdung

Flüchtlingskrise, Finanzkrise, Griechenland-Krise, Währungskrise, Ukraine-Krise – aktuell fallen uns im Zusammenhang mit dem Wort Europa vor allem diese Schlagworte ein. Umso wichtiger ist es in Anbetracht der großen Herausforderungen und des Erstarkens der nationalistischen Parteien in vielen EU-Mitgliedstaaten der jungen Generation die Chancen und Perspektiven der europäischen Integration aufzuzeigen. Dies geschieht natürlich im Unterricht in Politik, Geschichte, Erdkunde wie auch in den meisten anderen Fächern. Als niedersächsische Europaschule geht das Gymnasium Papenburg aber noch weiter und setzt das Thema interkulturelle Zusammenarbeit vor allem auch in den außerunterrichtlichen Aktivitäten um. Hier eine Kurzübersicht über einige unserer Aktivitäten:

  • Projekt „Matters of Matter – Future materials in science education“, das von der Europäischen Union im Rahmen des Bildungsprogramms Erasmus+ gefördert wurde. An dem Projekt waren außerdem Schulen aus Italien, Portugal und Irland beteiligt.
  • Schüleraustausch mit Koszalin in Polen (Jahrgang 9/10)
  • Schüleraustausch mit Hégenheim in Frankreich (Jahrgang 7)
  • Studienfahrten nach London, Malaga, Rom und in die Toscana
  • Schüleraustauschmaßnahmen mit verschiedenen Ländern europaweit und auch international
  • Jährliche Veranstaltungen zum Europatag 
  • Möglichkeit, DELF- und DELE-Sprachdiplome sowie Cambridge-Zertifikat zu erwerben
  • Beschäftigung einer Fremdsprachenassistentin
  • Teilnahme am Europäischen Wettbewerb
  • Teilnahme an EU-Planspielen
  • Die Schule ist Mitglied beim IPZ – Institut für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit
  • Die Schule ist Mitglied im Netzwerk der Europaschulen in Niedersachsen e. V.

Das Gymnasium Papenburg ist seit dem 02.07.2004 „Europaschule in Niedersachsen“. Am 14.07.2014 wurde dieser Titel in einem feierlichen Akt in Lüneburg erneut für weitere fünf Jahre verliehen.

Ansprechpartnerin

Anna Averdung
anna.averdung@gymnasium-papenburg.de

„Matters of Matter“: Schüleraustausch und Materialforschung

„Matters of Matter – Future materials in science education“ lautet der vollständige Titel des Projektes, das von der Europäischen Union im Rahmen des Bildungsprogramms Erasmus+ gefördert wurde. An dem Projekt waren von 2014 bis 2017 neben dem Gymnasium Papenburg Schulen aus Italien, Portugal und Irland beteiligt.

Der Schwerpunkt des Projekts lag auf der Verwendung neuer und innovativer Materialien, die gerade erst entwickelt wurden. Ziel war es, die aktuellen Entwicklungen der Materialforschung in den Unterricht zu integrieren. Hierzu wurden zunächst Kontakte zu Firmen und Forschungseinrichtungen aufgenommen, um den aktuellen Stand der Technik aufzuzeigen.

Die Schülerinnen und Schüler führten dann mit den Materialien Experimente in Schullabors durch und entwickelten gemeinsam Ideen für zukünftige Anwendungen und die Einbindung in den naturwissenschaftlichen Unterricht. Gearbeitet wurde dabei in international besetzten Gruppen an verschiedenen Kleinprojekten. Zur Kommunikation wurden eine digitale Lernplattform und auch Videokonferenzen genutzt. Das Gymnasium Papenburg entsandte für jedes Treffen 10 Schüler, so dass insgesamt 30 Schüler die Möglichkeit bekamen, eine der Partnerschulen zu besuchen. Die Termine waren:

  • Portugal – März 2015
  • Irland – Oktober 2015
  • Deutschland (Papenburg) – März 2016
  • Italien – März 2017

Geleitet wurde das Projekt von Ivonne Köller und Thomas Claußen.

Alle didaktischen Materialien (Protokolle, Lehrerleitfäden, Schülerblätter, Videos, etc.) sind unter Creative Commons als OER (Open Educational Resources) auf der Projektwebsite von „Matters of Matter“ verfügbar.

Festrede von Dita Oltmanns anlässlich der Verleihung des Titels „Europaschule“

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrter Herr Hopster, sehr geehrter Herr Diekmann, sehr geehrter Herr Wessels, sehr geehrter Herr Olsen,

ich freue mich darüber, dass unsere Schule ab dem heutigen Tage nicht mehr namenlos ist. Wir tragen die Bezeichnung „Europa-Schule“. Die Idee, diesen Titel zu beantragen, ist in der Fachgruppe „Politik“ entstanden. Wir konnten eine ganze Reihe an Gründen dafür zusammentragen. Diese Gründe wurden zunächst der Gesamtkonferenz unserer Schule vorgestellt, und wir durften erfreut zur Kenntnis nehmen, dass legendäre 99,95 % des Kollegiums sich wünschte, dass das Gymnasium Papenburg „Europaschule“ wird.

Behördlicherseits hat man uns mittlerweile dieses Titels auch für würdig befunden, so dass wir nun berechtigt sind, das entsprechende Schild – für alle sichtbar – an den Mauern unserer Schule zu befestigen. 

Die Gründe, die wir seinerzeit aufgeführt haben, möchte ich nicht alle im Detail wiederholen, nur soviel: In ihrer Summe zeigen sie, dass das Kollegium unserer Schule sich dem Europa-Gedanken verpflichtet fühlt. Das wird deutlich an den Unterrichtsinhalten in den gesellschaftswissenschaftlichen und in den sprachlichen Fächern, wo – neben Latein – drei moderne Fremdsprachen, nämlich Englisch, Französisch und Spanisch angeboten werden. Das wird weiterhin deutlich an der Teilnahme an europapolitischen Seminaren oder an der erfolgreichen Teilnahme an entsprechenden Schülerwettbewerben. Nennen möchte ich jedoch auch noch – stellvertretend für viele andere Aktivitäten – den Kontakt und den Schüleraustausch mit unseren europäischen Partnerschulen in Ter Apel, in Rochefort und in York. In der Planungsphase befindet sich ein Austausch mit Finnland, angedacht sind Kontakte mit unseren polnischen Nachbarn. 

Dieser Austausch mit jungen Menschen anderer europäischer Länder bedeutet eine Stärkung des Europa-Gedankens und bedeutet auch einen Beitrag zum Frieden in unserer Welt. Auch wenn diese Formulierung etwas hochtrabend klingen mag, so steht dieser Gedanke doch im Zentrum des europäischen Einigungsprozesses und entkräftet manche Kritik, die teilweise sicher auch zu Recht an Europa herangetragen wird. Aber: Menschen, die miteinander reden, die im Gespräch ihre Gedanken austauschen und vielleicht Gemeinsamkeiten entdecken, werden eher respektvoll miteinander umgehen und gefeit sein vor Parolen, die Feindschaft, Hass und Vorurteile schüren. In diesem Sinne stellt unsere Jugend unsere Zukunft und die Zukunft Europas dar.

Zum Beweis dafür, dass diese Überlegungen nicht nur graue Theorie sind, möchten wir Ihnen gleich ein Lied vortragen, und zwar die Europa-Hymne des Gymnasiums Papenburg, die von den Schülern der Klasse 11d mit Unterstützung der Fachlehrer gedichtet wurde. Wer miterlebt hat, mit welchem Engagement unsere Schüler bei der Sache waren, dem muss um unsere Zukunft eigentlich nicht bange sein. Und nicht nur aus diesem Grunde hoffe ich, dass dieses Lied in die Annalen unserer Schulgeschichte eingehen wird.


Frankreichaustausch: Gruppenbild

Französische Schülerinnen und Schüler zu Gast in Papenburg

Von Lydia Schwering | | Europaschule

Nachdem 25 Schüler des 7. Jahrgangs im November eine Woche bei ihren Austauschschülern unserer Partnerschule in Hégenheim verbracht haben, sind die Franzosen am gestrigen...

Weiterlesen

Diskussion über Europas Zukunft

Diskussion über Europas Zukunft: Europatag 2018 und „Europa Café“

Von Anna Averdung | | Europaschule

Was muss besser werden? Wie stelle ich mir ein ideales Europa vor? Das wollten Politiker von den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Papenburg wissen.

Weiterlesen

2018-03-14-Koszalin-001.jpg

Reisebericht zum Schüleraustausch mit Koszalin in Polen

Von Rasmus Dombrowsky (10a) | | Europaschule

Der Schüleraustausch führte in diesem Jahr zur Partnerschule nach Polen. Vom 10. - 17.03.2018 erkundeten Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse die Stadt Koszalin und besuchten...

Weiterlesen

2018-02-07-DELF.jpg

DELF scolaire – Diplôme d’Etudes en Langue Française

Von Swantje Kramer | | Europaschule

Die erfolgreichen Teilnehmer haben die Diplome für die  bestandenen Prüfungen aus Paris erhalten. Félicitation!

Weiterlesen