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Erasmus-Austausch 2026: Gastvortrag und Workshop für „Shaping the Future“

Erasmus-Austausch 2026: Gastvortrag und Workshop für „Shaping the Future“

Im Rahmen des Projekts „Shaping the Future“ fand am Gymnasium Papenburg am Dienstag, den 21. April 2026 ein spannender Gastvortrag mit anschließendem Workshop durch Prof. Dr. Kathrin Ottink, Professorin für Maschinenbau und Konstruktion an der Hochschule Emden/Leer, statt.

Im Mittelpunkt standen zentrale Fragen rund um Design, Produktentwicklung und Nachhaltigkeit.

Zu Beginn wurde geklärt, was Design überhaupt bedeutet und wie sich insbesondere Product Design davon abgrenzt. Dabei wurde deutlich: Gutes Design ist nicht nur ästhetisch, sondern erfüllt einen klaren Zweck. Im Zusammenhang damit wurde auch der Produktlebenszyklus thematisiert – von der Idee bis zur Entsorgung.

Ein wichtiger Diskussionspunkt war die Nachhaltigkeit. Die zentrale Botschaft lautete: Wenn ein Produkt keinen echten Bedarf erfüllt, sollte es gar nicht erst entwickelt werden. In einer Zeit, in der viele Produkte ohne wirklichen Nutzen auf den Markt kommen, wurde dies kritisch hinterfragt. Konkrete Beispiele wie der Umgang mit Restmaterialien aus dem 3D-Druck zeigten, wie nachhaltige Lösungen aussehen könnten – etwa durch Rückführung der Materialien an Unternehmen.

Im Bereich der Produktentwicklung wurden Methoden wie Brainstorming vorgestellt, das in Unternehmen nach festen Regeln, mit Moderator und klarer Struktur durchgeführt wird. Kreative Ansätze wie die sogenannte „Seestar-Methode“ – gemeinsames Ideensammeln in entspannter Atmosphäre – verdeutlichten alternative Denkweisen.

Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern wurden Anforderungen an Produkte erarbeitet: Sie sollten reparierbar, umweltfreundlich, sicher, nutzerfreundlich und messbar sein. Auch die Frage „Was ist modernes Design?“ wurde diskutiert. Die Antworten zeigten: Modernes Design ist oft einfach, intuitiv und bricht mit traditionellen Konventionen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Definition von Nachhaltigkeit, deren Ursprung bis ins Jahr 1713 in der Forstwirtschaft zurückreicht. Verschiedene Modelle und Dimensionen der Nachhaltigkeit wurden vorgestellt und insbesondere die ökologische Dimension hervorgehoben.

Die Schülerinnen und Schüler recherchierten zudem, wie der Begriff Nachhaltigkeit heute in Medien und Unternehmen verwendet wird. Dabei wurde der Wandel von „take – make – use – waste“ hin zu den sogenannten „R’s“ (Reduce, Reuse, Recycle etc.) deutlich.

Ein praktischer Teil des Workshops bestand darin, den eigenen CO₂-Fußabdruck zu berechnen. Anschließend untersuchten die Teilnehmenden in Gruppen technische und textile Produkte. Besonders bei elektronischen Geräten fiel auf, dass viele Komponenten fest verbaut und schwer reparierbar sind – oft sogar durch spezielle Schrauben erschwert.

Dieser überaus gewinnbringende Vormittag bot den Schülerinnen und Schülern wertvolle Einblicke in nachhaltiges Denken, moderne Designprozesse und die Verantwortung von Unternehmen und Konsumenten für die Zukunft.

Erasmus-Austausch 2026: Gastvortrag und Workshop für „Shaping the Future“
Erasmus-Austausch 2026: Gastvortrag und Workshop für „Shaping the Future“